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Biofeedback und Neurofeedback beim Tourette-Syndrom

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Biofeedback und Neurofeedback beim Tourette-Syndrom

Bio- und Neurofeedback bei Tourette-Syndrom

Gestern habe ich mir das Biopic «I swear» über den englischen Tourette-Aktivisten John Davidson angesehen und war tief berührt. Einerseits hat mich das Unverständnis, das dem jugendlichen David von seinem Umfeld, inklusive der eigenen Familie, entgegengebracht wurde, erschüttert, andererseits die Herzenswärme anderer, die ihm vorurteilslos und seine Not erkennend gefördert haben, wieder hoffnungsvoll gestimmt.

Egal ob Tourette, ADHS, Zwangsstörung (beide häufig Komorbiditäten von Tourette) oder Autismus: Aufklärung ist ein wichtiger Schritt für Verständnis und Toleranz.

Das Thema «Tourette-Syndrom» wählte ich in zu Beginn meiner Ausbildung für eine Literaturarbeit. Trotz leichter Überforderung von all diesen wissenschaftlichen Fachartikeln habe ich die wichtigsten Punkte immer noch in Erinnerung. Betroffen ist ungefähr 1% der Gesamtbevölkerung. Etwa 80-90% der Betroffenen zeigen zusätzlich zu den bekannten vokalen und motorischen Tics weitere Symptome.

Der Leidensdruck entsteht nicht vorrangig durch die Ticsymptomatik, sondern durch Komorbiditäten wie ADHS und Zwangsstörungen.  Tics selbst sind nicht an ein Angstgefühl gekoppelt, sondern mit einem «Vorgefühl» verbunden. Eine Entladung durch Tics schafft da kurzfristig Erleichterung. Betroffen ist ungefähr 1% der Gesamtbevölkerung.

Obwohl die genauen Ursachen immer noch nicht ganz geklärt sind, geht man davon aus, dass Tourette vor allem das cortico-striato-thalamo-corticale Netzwerk (CSTC) betrifft, das ist ein Regelkreis zwischen:

  • Basalganglien (Striatum)
  • Thalamus
  • Motorischem und präfrontalem Kortex

Das Netzwerk fungiert im Wesentlichen als Steuerungs - und Filterzentrale für Handlungen, Gedanken und Impulse.

Nebst medikamentöser Therapie und verhaltenstherapeutische Techniken lässt sich Tourette ergänzend auch mit Neurofeedback behandeln. Ziel ist, die Verbindungen des cortico-striato-thalamo-corticale Netzwerks wieder zu synchronisieren.

Tourette ist stark stress-modulierbar. Alles, was die Selbstregulationsfähigkeit stärkt, kann indirekt Tics reduzieren. So kommt neben Neurofeedback auch peripheres Biofeedback, z.B. Herzratenvariabilitäts-Training (HRV-Training) zum Zuge.

Sind Sie betroffen und interessiert an einem unverbindlichen Austausch, ob Bio-/Neurofeedback für Sie oder Ihr Kind in Frage kommt? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme

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