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März 17, 2025
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Neurofeedback in Zürich

Neurofeedback in Zürich – vom Überlebensmodus zur Selbstregulation bei Trauma
Neurofeedback in Zürich bietet eine moderne Möglichkeit, das Nervensystem nachhaltig zu regulieren. Gerade Menschen mit traumatischen Erfahrungen profitieren von dieser sanften, wissenschaftlich fundierten Methode. Im Folgenden erfahren Sie, was im Gehirn bei Trauma geschieht und wie Neurofeedback in Zürich gezielt unterstützen kann.
In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte Paul D.Mac Lean, ein amerikanischer Arzt und Neurowissenschaftler, das Modell des dreieinigen Gehirns.
Er postulierte mit dieser Theorie drei entwicklungsgeschichtlich unterschiedliche Teile:
- Stammhirn (Reptiliengehirn) als stammesgeschichtlich ältester Teil: Es liegt am untersten Ende des Gehirns und ist für Überlebensinstinkte sowie grundlegende Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag und Reflexe zuständig.
- Limbisches System (Säugetiergehirn): Es umschließt das Stammhirn in der Mitte des Kopfes. Hier entstehen Emotionen, Motivation und das soziale Bindungsverhalten.
- Neocortex (Grosshirn) als entwicklungsgeschichtlich jüngster Teil : Die äußere, hochgefaltete Schicht. Sie ermöglicht rationales Denken, Sprache, Planung und komplexe Problemlösungen.
Nach diesem Modell passiert bei Trauma Folgendes (stark vereinfacht):
- Das Stammhirn übernimmt und schaltet in den Überlebensmodus. Kampf, Flucht, erstarren oder sich totstellen sind die dazugehörenden Strategien. Alles dient dem Überleben und ist ursprünglich eine sinnvolle Reaktion.
Bei einem Trauma bleibt das Stammhirn oft im Hochalarm-Modus. Betroffene sind übererregt – oft bereit zu kämpfen oder zu fliehen, auch wenn die aktuelle Situation längst sicher ist. - Das limbische System, besonders die Amygdala, fungiert als emotionaler Rauchmelder. Hier werden Gefühle verarbeitet und Erfahrungen bewertet.
Die Amygdala schlägt Alarm. Gleichzeitig wird der Hippocampus – unser „Bibliothekar“, der Erlebnisse chronologisch ordnet und mit einem Zeitstempel versieht – durch den Stresshormon-Cocktail blockiert. Somit bleiben Erinnerungen an das traumatische Ereignisse häufig fragmentarisch und chronologisch verzerrt.
Weil der Hippocampus versagt hat, wird die Erinnerung nicht als „Vergangenheit“ abgespeichert. Ein Geruch oder ein Geräusch kann die Amygdala triggern, woraufhin das Gehirn glaubt, die Gefahr finde jetzt gerade wieder statt (sogenannte Flashbacks). - Um Energie für das Überleben zu sparen, wird der Neocortex (besonders das Broca-Areal, unser Sprachzentrum) heruntergefahren. Oft finden Betroffenen später keine Worte für das Geschehene („Speechless Terror“).
Später entsteht ein Riss zwischen dem Wissen („Ich bin jetzt in Sicherheit“) und dem Fühlen („Ich sterbe gleich“). Die Vernunft hat keine Kontrolle mehr über die Panikreaktionen der tiefer liegenden Schichten.
Mittlerweile gilt das Modell als überholt, dient aber immer noch als brauchbare Illustration, um bildhaft zu erklären, was bei einer Traumareaktion abläuft .
Die jüngere Hirnforschung geht von intrinsischen neuronalen Netzwerken aus. Trauma wird als Fehlregulation zwischen drei Hauptnetzwerken verstanden. Das wichtigste davon ist das Default Mode Network, das «Ich-Netzwerk».
Nach Ruth Lanius, wichtige Traumaforscherin und Buchautorin (« Sensory Pathway to Healing from Trauma»), ist es verantwortlich für Selbstreflexion, Selbstwahrnehmung, autobiographisches Gedächtnis, damit wir die Perspektiven anderer wahrnehmen können, für soziale Verbundenheit und Embodiment (Ruth Lanius in ihrem Vortrag "Trauma und das individuelle Selbst", Zentrum für Innere Ökologie, Zürich 2024).
Ruth Lanius hat wegweisende Studien dazu veröffentlicht, wie Trauma das Default Mode Network verändert. Bei Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung ist dieses Netzwerk häufig fragmentiert. Sie haben Schwierigkeiten, ein kohärentes Gefühl für sich selbst zu haben.
Neurofeedback in Zürich ist in der modernen Traumatherapie ein bedeutender Baustein, da es direkt an der physiologischen Wurzel von Traumata ansetzt: dem dysregulierten Nervensystem.
Wie der renommierte Traumaforscher Bessel van der Kolk in seinem Werk The Body Keeps the Score (2014) betont, ermöglicht Neurofeedback es dem Gehirn, seine eigene Erregung zu kontrollieren und so die Grundlage für Heilung zu schaffen.
Sebern Fisher, Psychotherapeutin, Neurofeedback-Anwenderin und Buchautorin, betont in ihrem Buch Neurofeedback in the Treatment of Developmental Trauma (2014), dass für traumatisierte Menschen die Welt oft ein feindseliger Ort ist, weil ihr Gehirn 'Angst' als Standardeinstellung gelernt hat. Durch Neurofeedback wird dieser neuronale Alarmzustand unterbrochen. Erst wenn das Gehirn lernt, sich selbst zu beruhigen, entsteht der nötige Raum – eine Art innere Stille – in dem Betroffene nicht mehr nur auf Bedrohungen reagieren, sondern beginnen können, ihr eigenes Leben aktiv zu gestalten.
Fazit:
Neurofeedback in Zürich bietet eine effektive, sanfte Methode zur Regulation des Nervensystems. Besonders Menschen mit Traumaerfahrungen können davon profitieren, um wieder mehr Stabilität, innere Ruhe und Lebensqualität zu gewinnen.
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